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Neue Cloud-Speicherlösung macht Unternehmen unabhängig von unsicheren Drittanbietern

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die cloudbasierte Datenspeicherung als Alternative zur lokalen Festplatte etabliert. Repräsentativ für die Erfolgsgeschichte des Online-Speichers ist der US-amerikanische Cloud-Dienstleister Dropbox zu nennen.

Mittlerweile zählt das Unternehmen mehr als 500 Millionen Nutzer, wie unter anderem heise.de berichtet. 2011 waren es noch 25 Millionen Anwender, die den Dienst in Anspruch genommen haben. Somit hat sich ihre Zahl innerhalb von nur fünf Jahren verzwanzigfacht.

Ein großer Nachteil dieser und anderer Lösungen zur Auslagerung in die Cloud ist der unkontrollierbare Speicherort der sensiblen Daten, der sich oft im Ausland befindet. Ein Schutz vor dem Zugriff durch Behörden oder andere Dritte kann deswegen nicht immer gewährleistet werden. Nicht nur für Privatanwender sondern vor allem auch für Business-Kunden stellt das ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Ein Hamburger Unternehmen hat nun allerdings eine Geschäftskundenlösung entwickelt, die Cloud-Speicher komplett unter eigener Kontrolle zulässt und dennoch einfach zu handhaben ist. Daten müssen damit nicht mehr in die Obhut unbekannter Dritter übergeben werden.

Den Bedarf für neue Lösungen in diesem Bereich hierzulande belegt auch eine Studie des Branchenverbands Bitkom aus dem Spätsommer 2015. Demnach greift jeder dritte Internetnutzer (32 Prozent) in Deutschland bei der Datenablage auf Lösungen wie Dropbox, Apples iCloud oder den zu BitTorrent gehörenden Dienst Sync zurück. Für den Bitkom-Bereichsleiter IT-Services, Mathias Weber, liegen die Gründe dafür ganz klar auf der Hand:

„Online-Dienste bieten große Speicherkapazitäten zu geringen Kosten. Die Daten stehen jederzeit und an jedem Ort mit Internetzugang zur Verfügung und können mit unterschiedlichen Geräten abgerufen werden.“

Nicht nur für Privatpersonen, sondern auch und gerade für Unternehmen ist die Cloud-Lösung eine interessante Alternative zur lokalen Speicherung von Daten. Immerhin lassen sich diese durch die Ablage im Online-Speicher …

  • einfacher mit Mitarbeitern teilen,
  • weniger kompliziert an Kunden übermitteln und
  • ortsunabhängig von Desktop-Computern, Laptops, Smartphones oder Tablets bearbeiten.

Die Schattenseiten des Online-Speichers

Dabei bringt die Auslagerung der Daten ins Web nicht nur Vorteile mit sich, sondern ist auch mit Nachteilen verbunden. So gestaltet sich der herkömmliche Weg, um Daten im Netz abzulegen und anschließend zu nutzen, vergleichsweise umständlich: Dokumente, Bilder und andere Medien werden zunächst auf einen Server hochgeladen, nur damit sie anschließend zur Nutzung auf anderen Geräten wieder heruntergeladen werden. Die Geschwindigkeit für diesen Prozess ist dabei von der jeweiligen Internetverbindung abhängig und dementsprechend limitiert. Besonders kritisch: Ist der Server, auf dem die Daten gespeichert sind, offline, ist der Zugriff auf den kostbaren Datenschatz nicht möglich. Mitten in einem Kundengespräch oder vor einem wichtigen Geschäftsabschluss ist das natürlich besonders unangenehm.

Spätestens seit der NSA-Affäre stellt sich außerdem die Frage, wie sicher die eigenen Daten im Internet eigentlich sind. Das gilt gerade dann, wenn sie auf Servern im Ausland gespeichert werden. Darüber hinaus sollten Geschäftsunterlagen nach Möglichkeit nicht nur zentral an einem einzigen Ort gespeichert sein. Im besten Fall stehen sie in mehrfacher Ausführung auf verschiedenen Geräten zur Verfügung, sodass der Ausfall einer Quelle nicht zu einem kostspieligen Datenverlust führt.

cloudplan als Weiterentwicklung des klassischen Cloud-Speichers

Ein solches Worst-Case-Szenario erlebten die Gründer der deutschen Software-Lösung cloudplan. Nachdem die Folgen eines schweren Fehlers in der Datenbank-Software eines großen Anbieters nur durch hohen finanziellen Aufwand behoben werden konnten, entschieden sich Frank Brügmann (CEO) und Matthias Krueger (CSO) eine eigene Lösung zur Speicherung, Synchronisierung und gemeinsamen Nutzung von Daten auf die Beine zu stellen.

Die intelligente Software cloudplan unterscheidet sich von bisherigen Cloud-Diensten dadurch, dass Daten direkt Peer-to-Peer zwischen allen Netzwerkteilnehmern synchronisiert werden. Der Umweg über einen Cloud-Server wird nur dann eingeschlagen, wenn ein zusätzliches Backup der Daten im Netz angelegt werden soll. Dadurch, dass die Daten über das lokale Netzwerk oder das globale Internet verteilt werden, sind Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen einem und zehn Gigabit pro Sekunde möglich. Zum Vergleich: Der Up- und Download in herkömmlichen Cloud-Diensten ist auf eine Geschwindigkeit von zehn bis 100 Megabit pro Sekunde begrenzt. Neben der Möglichkeit, Daten zwischen Servern und PCs aber auch zwischen PCs und dem Cloud-Speicher zu synchronisieren, ist in cloudplan auch eine Remote-Access-Funktion integriert. Dadurch ist es möglich von überall auf die gespeicherten Daten zuzugreifen, ohne dass diese vorher mit zusätzlichem Zeitaufwand synchronisiert werden müssen.

Anstatt auf einen zentralen Cloud-Server zu setzen, bei dem ein Ausfall oder eine Fehlfunktion zu einem mitunter teuren Datenverlust führen kann, nutzt cloudplan für die Datenspeicherung die verbundenen Netzwerkgeräte. Dank der intelligenten Software ist jedes Gerät in der Lage, zu entscheiden, von welcher Quelle es seine Inhalte bezieht. Zu vergleichen ist das Prinzip mit Board-Computern bei Flugzeugen. Oftmals sind drei von diesen Geräten verbaut, sodass der Pilot bei einem Ausfall eines Boardcomputers auf einen anderen umschalten kann. Bei einem möglichen Ausfall eines Datenträgers bei der Datenverwaltung sorgt cloudplan dafür, dass das jeweilige Gerät, auf dem ein bestimmtes Dokument benötigt wird, autonom auf einen anderen Datenknotenpunkt zugreift, auf dem die jeweilige Datei ebenfalls hinterlegt ist. Dadurch präsentiert sich die gesamte Dateninfrastruktur wesentlich stabiler und weniger anfällig für Fehler.

cloudplan wird zentral über die cloudbasierte Web-Management-Plattform gesteuert. Darüber lassen sich die verbundenen Geräte, Daten, Nutzerrechte und Nutzergruppen von überall aus verwalten. Dank einer übersichtlichen Benutzeroberfläche, die keiner besonderen IT-Kenntnisse bedarf, ist die Administration mit nur wenigen Mausklicks erledigt. Damit stellt die Cloud-Storage-Lösung der nächsten Generation eine interessante Alternative zu herkömmlichen Cloud-Diensten dar. Aktuell befindet sich die Software in der Beta-Phase und steht für Windows-Geräte kostenlos zum Download bereit. In Kürze sollen dann auch Versionen für Linux, Mac OS, Android und iOS erscheinen.



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