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Anwendungsfall Hybride Cloud

Sogenannte „Hybride Private Clouds“ stellen die bestmögliche Architekturvariante für einen Kunden mit einer Reihe von Vorteilen dar.

 

 

Was sind Hybride Clouds?

Generell beschreibt der Begriff die Kombination von lokalen Servern am Standort des Kunden mit virtuellen Servern, die von einem Infrastructure as a Service (IaaS) Provider wie der Deutschen Telekom mit Ihrer Open Telekom Cloud angeboten werden.

IaaS Provider betreiben große Rechenzentren, die meist mehrfach redundant und sogar über verschiedene Standorte verteilt sind. Ziel ist es letztlich, dass ein einzelner Endkunde nicht selbst den Aufwand für diese hoch performanten Datacenter treiben muss, sondern sich einen festen Nutzanteil oder einfach „auf Abruf“ Ressourcen buchen kann.

Vor- und Nachteile von lokalen und Cloud Servern

Cloud Server sind zwar in jeder Größe und Leistungsfähigkeit zu haben aber der Standort an dem sie betrieben werden ist natürlich nicht der Firmensitz des Kunden. D.h. die Daten müssen über das Internet zwischen Unternehmen und Cloud übertragen werden.

Generell nehmen die möglichen Netzwerkgeschwindigkeiten in lokalen LANs ständig zu. Es handelt sich fast immer um ein Mehrfaches von 1 Gbit/s, das beim eingesetzten Ethernet als Standard in Schritten von 1, 10 oder 40 Gbit/s heute gängig ist. 1 oder 10 GBit/s Technik ist für den Aufbau eines lokalen LANs zu überschaubaren Preisen zu haben.

Im Gegensatz dazu sind Internet Zugänge z.B. als VDSL Variante mit z.B. 50 oder 100 MBit/s (nicht Gbit/s!!!) im Download und maximal 10 MBit/s zu haben. Internet Anschlüsse mit 1 oder 10 GBit/s sind sehr teuer.

Aber auch wenn ein Unternehmen einen teuren 10 Gbit/s Internet Anschluss bestellt, so ist nicht sichergestellt, dass man diese Geschwindigkeit auch zum Ziel Cloud Anbieter nutzen kann, weil das Internet grundsätzlich „geteilte Bandbreite“ beinhaltet.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass ein Unternehmen im lokalen LAN sehr viel schnellere Geschwindigkeiten unter Berücksichtigung von verhältnismäßigen Kosten erzielen kann als zu einem Cloudanbieter.

Der lokale Server im Unternehmen steht im schnellen und günstigen lokalen LAN und kann entsprechend einfach mit 1 oder 10 Gbit/s erreicht werden. D.h. lokal im Unternehmen arbeitende Mitarbeiter verfügen über sehr schnellen Zugriff. Andere Niederlassungen oder Heimarbeiter dagegen müssten wie bei der geschilderten Cloudvariante durch das Internet auf den lokalen Server zugreifen und haben deshalb einen Geschwindigkeitsnachteil.

Der lokale Server muss natürlich auch gegen Ausfall abgesichert werden und sollte deshalb mindestens doppelt ausgelegt werden, was wiederum Aufwand verursacht.

Bei einem Internet Ausfall würden bei einer reinen Cloudvariante keine Daten abrufbar sein und bei der lokalen Option können wiederum die Niederlassungen nicht zugreifen. Es gibt in diesem Fall ärgerliche Ausfallzeiten.

Das Beste aus beiden Welten

Die beste Lösung liegt deshalb in der Design Option einer Hybrid Cloud, die Cloud Server und lokale Server vereint, so dass die Nachteile nicht mehr bestehen aber die Vorteile voll genutzt werden können.

 

 

Aus der Praxis

An einem Kundenbeispiel wollen wir demonstrieren wie eine Hybrid Cloud genutzt wird. Die Firma Hauswerk GmbH ist sehr breit aufgestellt und in vielen Geschäftsfeldern tätig, unter anderem in der Kommunikations-, Sicherheits-, Elektro-, Energie- und Umwelttechnik.

Entsprechend hoch ist auch die Anforderung an eine professionelle Datenspeicherlösung.

Hauswerk betreibt eine cloudplan Private Cloud mit einem lokalen und einem virtuellen Server in der Open Telekom Cloud. Die Daten des Unternehmens werden am Firmenstandort selbst bearbeitet und von Mitarbeitern, die im Außendienst tätig sind. Zusätzlich werden Dateien mit Kunden und Geschäftspartnern ausgetauscht. Da die Gesamtdatenmenge des Unternehmens umfangreich groß ist, können die Daten nicht vollständig auf die Endgeräte der Mitarbeiter synchronisiert werden, insbesondere ist es nicht möglich, die gesamte Datenmenge auf die Geräte des Außendienstes zu synchronisieren.

D.h. viele Mitarbeiter arbeiten deshalb mit einem Fernzugriff und greifen auf die benötigten Daten in Echtzeit zu. Würde Hauswerk nur einen Server lokal betreiben, so wäre der der Zugriff zwar möglich aber in der Geschwindigkeit reduziert, da die Daten vom Mitarbeiter von seinem mobilen Standort aus im Internet und dann weiter über den Zugang des Unternehmens geladen werden müssten.

Durch den zusätzlichen Cloudserver ändern sich die Möglichkeiten, denn der Außendienstmitarbeiter greift automatisch auf den Cloudserver zu, der für ihn wesentlich schneller zu erreichen ist als der lokale Server im Unternehmen.

Für das Team am Hauptstandort des Unternehmens bleibt der lokale Server aber mit „Highspeed“ weiterhin erreichbar. Lokaler Server und Cloudserver synchronisieren sich unbemerkt im Hintergrund. Selbst bei einem Internet Ausfall arbeiten lokale Mitarbeiter sowie der Außendienst weiter, der Ausfall wird gar nicht bemerkt. Würde zusätzlich einer der beiden Server ausfallen, schalten die zugreifenden Geräte der Mitarbeiter auf den jeweils anderen Server um – für maximale Verfügbarkeit!

Wenn das Vertriebsteam von Hauswerk seinen Kunden Weblinks zusendet, d.h. einen Link in einer Email, die den Zugriff auf eine Datei oder Ordner zulässt, so werden diese Daten aufgrund des schnelleren Zugriffes genau wie von den Außendienstmitarbeitern von dem Cloudserver geladen.

Nur die Vorteile übernommen

Durch eine Hybrid Private Cloud werden deshalb die Vorteile einer lokalen sowie einer Cloud Server Variante übernommen und die jeweiligen Nachteile eliminiert.

Hybride Clouds von cloudplan können beliebig komplex je nach Bedarf aufgebaut werden. D.h. sie können sich über Städte und Länder erstrecken, redundante Cluster beinhalten und selbst Hierarchien von Speicherservern bereitstellen.



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